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BIM News 2/2014
BIM GmbH

Schneller heller mit LED, dem lichtemittierenden Halbleiter-Bauelement. Ein erster Bericht erklärt, was genau unter dem Projekt "LEDLaufsteg" zu verstehen ist. Wir erfahren von einem berührenden, sehr dunklen Geschehen in der Schönhauser Allee - einem von vielen -  das nach jahrzehntelanger Verdrängung wieder in unsere Gegenwart gerückt ist und zu den Gedenkorten gehört, die wir betreuen. Eine andere Art von Dunkelheit gab es in Alt-Friedrichsfelde, wo das Ministerium für Staatssicherheit einst seinen Dienstsitz errichtete. 

Außerdem wird im Haus des Senators für Justiz und Verbraucherschutz Geburtstag gefeiert. Im September wird das denkmalgeschützte Gebäude 100 Jahre alt. Alle Jahre wieder findet auch der „Tag des offenen Denkmals“ statt. Wir machen mit im Palais am Festungsgraben. Dort wird es bunt, entsprechend der Vorlage der Stiftung Denkmalschutz, die das Losungswort „Farbe“ auf ihre Fahne geschrieben hat.

Viel Freude beim Lesen wünscht 

Sven Lemiss
Geschäftsführer

BIM GmbH

LEDLaufsteg: LEDiglich Licht?


Licht ist elementare Lebensvoraussetzung für Menschen, Tiere und Pflanzen. Auch die Beleuchtung von Straßen und Plätzen ist aus dem öffentlichen Leben nicht wegzudenken. Doch wie verändern sich Lebensräume durch Licht? Und was kann man mit moderner, effizienter Beleuchtung erreichen? Was sind die Potenziale, aber auch die Investitionen? 

Ein einzigartiger LEDLaufsteg in Berlin soll Lichtinnovationen in der Außenbeleuchtung für die Öffentlichkeit sichtbar und greifbar machen. Die 1.500 m lange Demonstrationsstrecke auf dem Gelände des Deutschen Technikmuseums Berlin wird ab 2015 die Möglichkeiten der LED-Technologie präsentieren. Der Straßenabschnitt wird dazu mit unterschiedlichen Konzepten der Außenbeleuchtung ausgestattet. Im „Internationalen Jahr des Lichtes 2015“ verfügt Berlin damit über ein einzigartiges Projekt rund um das Thema Licht und Energieeffizienz.

Die BIM hat den LEDLaufsteg gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin und dem Deutschen Technikmuseum Berlin ins Leben gerufen, um Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen einen Diskurs über Lichtqualitäten und Energieeffizienz zu eröffnen. Ein technologischer Wettbewerb mit wissenschaftlicher Begleitung garantiert von Anfang an, dass die erzielten Erkenntnisse in veränderte Produkt- und Produktionsanforderungen einfließen. Das pädagogische Konzept gewährleistet, dass der Zugang zu diesen Erkenntnissen zielgruppengerecht vermittelt wird. Workshops sowie fachliche Führungen für Kommunen und Städte runden neben einem Infopoint, der Website und der App das Informationsangebot ab.

Während die Planungen für den Bau des LEDLaufstegs an der Möckernstraße in vollem Gange sind, werden derzeit die inhaltlichen Konzepte weiterentwickelt. In diesem Newsletter halten wir Sie künftig über Neuigkeiten zum Projekt auf dem Laufenden.  

Der LEDLaufsteg wird gefördert durch den Berliner Senat aus Mitteln des UEP II.
 
cwe

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Erinnerungsort - Baruch Auerbach’sches Waisenhaus



Es gibt Begebenheiten in unserer deutschen Vergangenheit, die immer wieder zu Tränen rühren und für Fassungslosigkeit sorgen, auch wenn man sich bereits scheinbar endlos mit unserer Geschichte auseinandergesetzt hat. Das Schicksal der Zöglinge und Betreuer des Baruch Auerbach’schen Waisenhauses gehört in diese Kategorie. Am 26. Juni 2014 wurde der Erinnerungsort im Hof der Schönhauser Allee 162 der Öffentlichkeit übergeben und gedenkt nun in angemessener Form an die 140 Kinder und Jugendlichen sowie zwölf Betreuerinnen und Betreuer, die 1942 von dort deportiert und kurze Zeit später in Auschwitz beziehungsweise in der Nähe von Riga ermordet wurden. Ein Jahr später wurde das Waisenhaus durch Bombenangriffe stark zerstört. Die Reste wurden nach Kriegsende abgeräumt und das Grundstück teilweise mit einem Wohnhaus überbaut. Nur ein Mauerstück im Hof erinnert an das ehemalige Waisenhaus für jüdische Knaben und Mädchen.



Auf eine Initiative Walter Frankensteins, einer der letzten noch lebenden Zöglinge des Auerbach´schen Waisenhaus, realisierte die Künstlerin Karla Sachse bereits im Jahr 2000 gemeinsam mit Berliner Schülern ein Denkzeichen im Vorgartenbereich. Kurze Zeit später wurde der Erinnerungsort jedoch durch Vandalismus zerstört. Seit 2011 erinnerte eine Gedenktafel an diesen Ort. Im Herbst 2013 rief die Senatskulturverwaltung – mit maßgeblicher Beteiligung der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ – einen deutschlandweiten Gestaltungswettbewerb aus. Die BIM wurde mit der Neugestaltung des Erinnerungsortes und in diesem Zusammenhang mit der Sanierung des Mauerreliktes beauftragt. Ehrgeiziges Ziel war es, den Erinnerungsort vor dem 90. Geburtstag Walter Frankensteins fertigzustellen. 

Zwölf Wettbewerbsarbeiten gingen bis Anfang Dezember bei dem Architekten Ralf Sroka, der mit der Wettbewerbskoordination beauftragt war, ein. Im Januar 2014 erfolgte dann die Vorprüfung, das Preisgericht unter dem Vorsitz der Künstlerin Karla Sachse und im Beisein von Walter Frankenstein tagte am 23. Januar.



Der Siegerentwurf stammt von der Berliner Künstlerin Susanne Ahner. Die alte Mauer wird bei ihr als Denkmal betont. Die Namen und das Alter der Kinder und Betreuer werden erst aus der Nähe erkennbar. Sie sind mit Sandstrahltechnik in das Mauerwerk eingefräst. Als hätten sich die Kinder vor ihrer letzten Reise noch einmal für ein Gruppenbild vor die Mauer gestellt – so beschreibt es Frau Ahner – sind die Namen gerade so hoch angebracht wie sie reichen konnten. Die meisten von ihnen waren zwei, fünf oder zehn Jahre alt, das jüngste Kind gerade 10 Monate zum Zeitpunkt der Deportation. Eine helle Bank rund um die Pappel vor der Mauer verweist auf Gemeinschaft, Schutz, Kommunikation und Verbindung, steht aber auch für einen Wechsel der Perspektive, beschreibt es Susanne Ahner in ihrem Entwurf. Sie bildet einen Ruhepol zum Nachdenken und Erinnern. Eine Informationstafel vor der Mauer erzählt die Geschichte des Waisenhauses. Im Straßenraum macht ein Ball aus Naturstein neben einer gläsernen Hinweistafel auf den Ort im Innenhof aufmerksam.

„Wir sind sehr froh, dass wir, dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, Walter Frankenstein kurz vor seinem 90. Geburtstag einen Herzenswunsch erfüllen konnten. Für mich war das kein Projektzeitraum wie jeder andere, sondern auch eine sehr emotionale Zeit“, resümiert Projektleiter Florian Reich von der BIM die vergangenen Monate.

70 Jahre nach Kriegsende wird endlich angemessen an das Schicksal der Kinder, Jugendlichen und Betreuer aus der Schönhauser Allee 162 erinnert. Walter Frankenstein hat inzwischen auch das Verdienstkreuz am Bande für seine Aufklärungsarbeit und sein hohes Engagement erhalten.

js

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Saubere Mitte



Es gibt wohl kein Bauwerk in Berlin zu dem mehr Touristen trotten und welches in unserer deutsch-deutschen Vergangenheit eine größere Symbolkraft besitzt als das Brandenburger Tor. Selbstverständlich, dass ein solches Wahrzeichen regelmäßig gepflegt werden muss und Dreck und Vandalismus nicht zum Opfer fallen darf.

Alle fünf Jahre beauftragt die BIM daher eine Firma, um das Tor gründlich reinigen zu lassen. Dieser Tage macht sich die Firma PSS Interservice – die für Werterhaltung am Bau zuständig ist - an die Reinigung der etwa 30 000 m².  Zwei Mitarbeiter sind an 15 Tagen damit beschäftigt, das Tor mit einem Hochdruckreiniger zu säubern. Aus dem Reiniger kommt allerdings nur Wasser mit wenig Druck, denn der Stein ist sensibel und das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Etwa 55 000 Liter Wasser werden in den drei Wochen aufgewendet, damit das Tor wieder von Straßendreck befreit ist.

Um 6 Uhr beginnen die Mitarbeiter von PSS Interservice mit der Reinigung. „Um die Uhrzeit sind noch nicht so viele Touristen am Pariser Platz. Es kommt nämlich schon vor, dass der Wind ein wenig Wasser auch auf die Touristen weht“, erklärt Roald Dommasch, Leiter Verabeitung für den Bereich Berlin. Bei den hohen Temperaturen in den letzten Tagen sicher kein Problem, zumal den Touristen weiterhin die Möglichkeit bleibt, das Brandenburger Tor zu passieren. Es wird immer nur der jeweilige Abschnitt gesperrt, an dem gerade gereinigt wird.

Die Reinigung des Tors fällt in das sogenannte mediale „Sommerloch“ und erregte schon einiges Aufsehen. „Das Interesse war vor fünf Jahren nicht so hoch. Besser wäre auch eine Reinigung des Tors im Frühjahr, weil dann nicht so viele Touristen in der Stadt sind“, sagt Dommasch. Dieser Tage werden aber die sauberen Stellen parallel restauriert, daher passt der Zeitpunkt sehr gut. Danach bekommt das Tor noch einen Grafittischutz, denn so mancher Tourist nutzt von Zeit zu Zeit das Tor als Gästebuch. Dommasch und seine Kollegen kümmern sich auch darum, dass solche Schmierereien sofort entfernt werden.

Pünktlich zum baldigen 25. Jubiläum des Mauerfalls strahlt das Tor wieder Richtung Ost und West.

js

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100 Jahre Nordsternhaus

Portrait


Die Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz sind ganz besonders stolz auf ihren Dienstsitz. Viele arbeiten seit etlichen Jahren im Nordsternhaus. In unmittelbarer Nähe zum Rathaus Schöneberg am John-F.-Kennedy-Platz steht das Gebäude, dessen ungewöhnliche Bauform auffällt. Der aus Magdeburg stammende Architekt Paul Mebes (1872-1938) errichtete den fünfgeschossigen Bau 1914 für die Nordstern-Versicherung. In diesem Jahr feiert das Nordsternhaus in Schöneberg seinen 100. Geburtstag.

Der Innenbereich – mit separaten Personal-und Publikumseingängen – verfügte über 900 Arbeitsplätze und sah für jede Versicherungssparte eine eigene Etage vor. Das kupferne Dach beherbergte das Archiv, im Kellergeschoss wurden die Akten untergebracht. Kommunikationsmittel wie ein Haustelefon, eine einzigartige Rohrpostanlage oder Aktenaufzüge zeigen Mebes moderne Arbeitsorganisation. Die ungewöhnliche Sorgfalt und sein Streben nach Harmonie galt nicht nur dem Interieur, sondern auch Lichtschaltern, dem Ziffernblatt einer Normaluhr und sogar der Gestaltung der Türschilder, zu deren Beschriftung extra ein Kalligraph beauftragt wurde. Eine ausgeklügelte Frischluftbelüftung über den Brunnen im Innenhof sorgte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts für angenehme Innentemperaturen.


Der 1. Weltkrieg und die nachfolgende Inflation dürften spurlos am Gebäude vorbeigezogen sein. Anders verhielt es sich beim 2. Weltkrieg: „Im Februar 1945 wurde es schwer beschädigt; im Mai brannte das halbe Haus ab“, ist dem Jubiläumsbuch der Nordsternversicherung von 1966 zu entnehmen. Aufgrund der unsicheren Situation West-Berlins wurde am 29. Dezember 1945 beschlossen, den Sitz der Nordstern sukzessive nach Köln zu verlegen. Die Instandsetzung des Hauses zog sich über viele Jahre hin. Das schöne, aber beschädigte Kupferdach musste einem Ziegeldach weichen.

Seit den 1950er Jahren zogen andere Mieter ein, zum Beispiel das Bezirksamt Schöneberg, die Justizverwaltung und die Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit. Viele Jahre später verkaufte der Konzern sein Haus an das Land Berlin. Nach der Wiedervereinigung konnte das Bezirksamt Schöneberg eigene Räume beziehen, und die Justizverwaltung als oberste Landes-Justizbehörde des Landes Berlin übernahm nun das gesamte Gebäude.

Seit 2003 bewirtschaftet die BIM das unter Denkmalschutz stehende Haus in der Salzburger Straße. In Abstimmung mit dem Nutzer wurde ein Konzept zur behutsamen Neuordnung entwickelt, das u.a. die Verlegung der Sozialen Dienste der Justizverwaltung aus einem angemieteten Gebäude in der Bundesallee ins Nordsternhaus nach sich zog. Damit wurde Büroraum für 60 zusätzliche Mitarbeiter geschaffen.

Die Mitarbeiter der Senatsverwaltung haben zum 100-jährigen Bestehen ein Organisationskomitee gegründet. Neben einer Feier für Mitarbeiter und Freunde des Hauses haben sie mit viel Hingabe eine Fotoausstellung im Gebäude organisiert. Dort kann man ab Ende September neben liebevollen Detailaufnahmen vom Gebäude auch Archivaufnahmen bewundern – und dem Geist des Hauses von vor 100 Jahren nachspüren.

be/cwe

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Alt-Friedrichsfelde 60: Campus und Tierpark – Seite an Seite

Erst seit 1992 heißt die Tierpark-Nachbarstraße wieder Alt-Friedrichsfelde. 1708 als Handelsstraße angelegt, hieß sie nach ihrem Zielort Frankfurt/Oder Frankfurter Chaussee. Jahrzehnte später wurde ihr die Bezeichnung Frankfurter Allee verordnet. Das Dorf Friedrichsfelde entwickelte sich, wurde 1920 eingemeindet, die Straße aufgeteilt und hieß nun Berliner Straße. Bald darauf wieder Alt-Friedrichsfelde. Für die Rote Armee war sie 1945 der direkte Weg ins Berliner Zentrum. In Erinnerung daran wurde sie in Straße der Befreiung umbenannt – bis 1992. Egal, wie die 2.700 Meter einmal oder wieder genannt werden, sie sind jedem Berliner bekannt, seit sie die Grenze zum 1955 gegründeten Berliner Tierpark bilden.

Die neuere Geschichte drückte der Straße ebenfalls ihren Stempel auf. Das Ministerium für Staatssicherheit veränderte in den siebziger Jahren seine Verwaltungsstruktur in Bezirke und Kreise und warf einen begehrlichen Blick auch nach Alt-Friedrichsfelde. „Nach achtjähriger Bauzeit bezog die Berliner Verwaltung des Geheimdienstes 1985 einen neuen Dienstsitz in der Alfred-Kowalke-Straße im zum Berliner Bezirk Lichtenberg gehörenden Alt-Friedrichsfelde. Für etwa 100 Millionen DDR-Mark war ein weiteres für die Öffentlichkeit abgeriegeltes Areal in Ost-Berlin entstanden“, schildert Martin Kaule in seiner 2014 erschienenen Recherche „Relikte der Staatssicherheit – Bauliche Hinterlassenschaften des MfS“. Zur Ausstattung gehörten unterirdische Waffenlager, eine Hundelaufanlage und ein Bunker, von dem Kaule festhält: „Der 90 mal 30 Meter große Bunker wurde als zeitweiliger Schutzraum im Krisen- und Katastrophenfall vorgehalten.“ Davon zeugt unter anderem die Nummer vom „Roten Kreuz“, die auf dem Bunkertelefon neben Polizei und Feuerwehr vermerkt war. Zum Bunker gehörten neben einem Schießstand, einem inzwischen zugeschweißten Fluchttunnel, ca. 20 Nebenräume und zwei Toilettenanlagen.

In der Nachwendezeit etablierte sich auf dem 107.670 m² großen Gebäudekomplex, das der BIM 2004 übertragen wurde, ein Verwaltungszentrum. Eine 2006 vorgenommene Standort-Analyse hielt den damaligen Ist-Zustand wie folgt fest: Haus 1 – Audimax, genutzt von der FHVR, dem hohe handwerkliche Qualität zugestanden wurde. Das ehemalige Pförtnerhaus erhielt ein „gut“, während das ehemalige Gästehaus Minuspunkte bekam. Haus 11 war ein oberirdischer Bunker, Haus 12 ein Gasflaschenlager, der daneben befindliche Sportplatz mutierte zum Lagerplatz und die Freifläche zwischen den Häusern 11-13 begrünte sich von allein. Der ehemalige Hundezwinger animierte offenbar zu detaillierten, seitenlangen  Überlegungen, die unter dem Motto “Rund um den Hund“ zusammengefasst wurden. Aufgeführt sind außerdem eine Kegelbahn, ein Fitness-Raum, Reste einer ehemaligen Tankstelle und ein Eingangskontrollgebäude.



In einem ersten Überblick hielt Michael Neuse vom Baumanagement der BIM 2005 fest, dass die DDR-übliche Fertigbauweise, die der Gebäudekomplex aufwies, erhöhte Betriebskosten verursachte und in keiner Weise den bauphysikalischen Anforderungen gerecht wurde. Zunächst ließ die BIM die Dachflächen in einer Größenordnung von 6.400 m² instand setzen. Es folgte die Fassadensanierung der Häuser 1-3, die ein Gesamtgestaltungskonzept nach sich zog. Weiter war man bestrebt, die zu sanierenden Gebäude mit den bereits vorhandenen Neubauten in Beziehung zu bringen. Das bedeutete: 1.660 Fenster wurden ausgetauscht, 26.000 m² Fassade modernisiert. Maßgeblich daran beteiligt war der renommierte Farbgestalter Friedrich Ernst von Garnier, der davon überzeugt war, dass der Mensch in und durch Farbe lebt.

Enrico Materne vom Property Management der BIM ist zuständig für die insgesamt 18 Gebäuden auf einer Mietfläche von 94.500 m² und einer Grünfläche von 25.500 m². Ein wichtiger Mieter mit der größten Fläche ist die Hochschule für Wirtschaft und Recht, gefolgt vom Bezirksamt Lichtenberg Abteilung Wirtschaft und Immobilien. Es folgen die Verwaltungsakademie Berlin, das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, das Landesdenkmalamt, das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt und das Konzerthaus Berlin. 

Um dem Außenbereich ein ansprechenderes Äußere zu verleihen, wurden an mehreren Bereichen, wie zum Beispiel an der Mauer zum Tierpark, bepflanzte Sitzplätze geschaffen, Bäume nachgepflanzt, Wildwuchs beseitigt und Blumenkübel aufgestellt. „Es wird ein allgemein zugänglicher Internetzugang per WLAN auf dem Außengelände errichtet. Im Zusammenhang mit angenehmer Atmosphäre und attraktiven Sitzmöglichkeiten wird ein effizientes Arbeiten und Studieren ermöglicht,“ so Enrico Materne.  Das ehemalige Zufahrts- und Kontrollgebäude erhält einen modernen Innenausbau. Ferner wird das Leitsystem auf den neuesten Stand gebracht und die Kantine mit einer Außenterrasse versehen werden.

Manchmal hört man die Rufe der Zoo-Tiere, von denen man durch eine ziemlich dicke Mauer getrennt ist, über die man besser nicht klettern sollte; denn ein tiefer Graben trennt Tier von Mensch. So hat ein Jedes im Leben seinen Bereich. 

be

Quellen: Martin Kaule „Relikte der Staaatssicherheit – Bauliche Hinterlassenschaften des MfS“, Wikipedia, Standort-Analyse Hochtief 2006

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In eigener Sache: Tag des offenen Denkmals




Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gibt jedes Jahr ein neues Motto für den Tag des offenen Denkmals im September vor. In diesem Jahr lautet es „Farbe“. Ein wahres Universalthema, denn – so heißt es auf der Webseite der Stiftung Denkmal – „farbliche Erscheinung und die herrschenden Lichtverhältnisse prägen, neben der formalen Gestalt eines Objekts, ganz wesentlich unsere Wahrnehmung." Nun ist Berlin eine sehr vielseitige Stadt, aber die Immobilien im Stadtbild erscheinen auf den ersten Blick nicht sonderlich farbenfroh. Oft muss man genauer hinschauen, um zu sehen, wo sich die Farbe im Denkmal verbirgt. Auf Details wie Wände, Fenster und Mobiliar legen auch wir mit unserem Beitrag in diesem Jahr unseren Fokus.

Am 14. September öffnen wir das Palais am Festungsgraben für die Öffentlichkeit. Das Haus wurde Mitte des 18. Jahrhunderts durch den königlichen Kammerherren Johann Gottfried Donner erbaut und zeichnet sich – damals wie heute – durch eine Mischung aus Kultur- und Büronutzung aus. Die repräsentativen Säle tragen Namen wie Marmor-, Eichen- und Lichtsaal. Das Theater im Palais hat im Ergeschoss seinen angestammten Platz und bietet wechselnde Vorstellungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Seit 2011 bewirtschaftet die BIM das Gebäude. Heute wird es auch als Eventlocation genutzt und oft als Kulisse für Filmaufnahmen gebucht - in jüngster Vergangenheit für den Film „The Monuments Men“ von George Clooney.

Am Tag des offenen Denkmals öffnet das Palais am Festungsgraben seine Türen. Die BIM bietet gemeinsam mit dem Theater im Palais zwischen 10 und 18 Uhr ein Programm für Jung und Alt. Am Vormittag können sich kleine Besucher schminken lassen, Bilder ausmalen oder auf der Mitmachbühne im Theater im Palais den Froschkönig erleben. Um 13 Uhr und 15 Uhr werden für die Besucher Führungen durch das Haus angeboten. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „Farbe“ wird es also bunt für unsere Besucher.

Nähere Informationen zum Tag des offenen Denkmals entnehmen Sie der Webseite: http://tag-des-offenen-denkmals.de/programm/. Die Führungen sind auf jeweils 30 Personen begrenzt, eine Voranmeldung ist nötig.

js 

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Redaktionsteam:

Katja Cwejn (cwe), Kristina Behnke (be), Johanna Steinke (js)

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