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BIM News 3/2014
BIM GmbH

'Berlin – Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten' muss es in unserem aktuellen Newsletter heißen. Das Amerika-Haus bzw. seine neuen Nutzer und die Amerika-Gedenkbibliothek sind unter anderem Thema der heutigen Ausgabe. Stephan Erfurt, Vorstand der CǀO Berlin, hat sich vor der großen Eröffnung am Donnerstag noch mal Zeit für ein kurzes Interview genommen. Und während das Amerika-Haus einen Neuanfang startet, feierte die Amerika-Gedenkbibliothek bereits ihren sechsten runden Geburtstag. Die Verwaltungsakademie Berlin und das Konzerthaus am Gendarmenmarkt haben ebenfalls eine spannende Zeit hinter sich.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserer Herbstausgabe.

Sven Lemiss
Geschäftsführer

BIM GmbH

Liebe auf den zweiten Blick


 

© David von Becker

Am heutigen 30. Oktober eröffnet die CǀO Berlin am neuen Standort im Amerika-Hause nach eineinhalb Jahren Bauzeit ihre Pforten für das Publikum. Wir trafen Stephan Erfurt, Vorstandsvorsitzender der CǀO Berlin Foundation, in den letzten Wochen vor der Eröffnung zu einem kurzen Interview.

BIM: Hatten Sie viele schlaflose Nächte so kurz vor der Eröffnung? Wie ist die Stimmung bei Ihnen im Team?

Erfurt: Uns gibt es in dieser Stadt jetzt schon seit 14 Jahren mit allen erdenklichen Höhen und Tiefen, und wir haben diese auch immer transparent gemacht. Jetzt ist natürlich eine erhöhte Grundspannung da. Jeder freut sich auf die Eröffnung, aber sie müssen sich vorstellen, dass wir mit einem Ozeandampfer auf das offene Meer gehen, ohne vorher eine Probefahrt zu machen. Natürlich ist eine gewisse Spannung und Vorfreude da. Was überwiegt ist aber die Vorfreude, weil wir unsere Besucher sehr vermisst haben. Wir machen das ja nur für unsere Besucher. Und wir leben jetzt seit eineinhalb Jahren ohne sie, und dass wir nun endlich wieder sehen können, wie wir die Menschen erreichen mit unseren Ausstellungen, die Kommentare und Kritik lesen können, das ist uns enorm wichtig, und darauf freuen wir uns.

BIM: Was ist Ihnen denn durch den Kopf gegangen, als das Amerika-Haus als möglicher Standort thematisiert wurde? Sie hatten es ja vorerst gar nicht ins Auge gefasst.

Erfurt: Wir sind ein Kind von Mitte und haben uns Alternativen in dieser Umgebung angeguckt. Seit 2010 haben wir uns 70 Standorte angeschaut, von denen wir zwei vollständig durchgeprüft haben. Das wichtigste ist Lage, Lage, Lage und Verkehrsanbindung. Beim Bahnhof Zoo dachte ich zuerst: "Ja, die Verkehrsanbindung gut ist und es gibt die beiden Partnerinstitutionen Helmut-Newton-Stiftung und Museum für Fotografie." Allerdings war das Amerika-Haus wie ein Mauerblümchen hinter einem Zaun mit ganz viel Gebüsch versteckt, dreckig und mit Rollgittern versehen. Ich muss sagen, dass es Liebe auf den zweiten Blick war. Liebe auf den zweiten Blick ist ja immer die Liebe, die länger dauert. Wir haben jetzt wieder die ursprüngliche Transparenz hergestellt, haben zurückgebaut und aus dem Haus wieder – wie die Amerikaner sagen – einen Open Space gemacht. Wir haben viele Einbauten rausgenommen und glauben, dass es jetzt ein wunderbares Gebäude für zeitgenössische Fotografieausstellungen ist.

BIM: Amerika ist ein gutes Stichwort. Wie hat denn Ihre Zeit in New York Sie geprägt?

Erfurt: Die Jahre von 1984 bis 1989 haben mich stark geprägt. Das war der Beginn meiner Karriere als Fotograf. Ich habe zuerst zwei deutschen Fotografen assistiert, mich dann selbstständig gemacht und begonnen für die FAZ zu arbeiten. Ich habe genossen, dass die Amerikaner sehr offen sind. Sie sagen einfach: "Mach mal. Just do it." Ich habe schätzen gelernt, dass man in Amerika wirklich jeden fragen kann. Alle kochen nur mit Wasser. Amerika hat mich geprägt vor nichts Angst zu haben. Diese Erfahrung nehme ich auch mit in die Arbeit hier. CǀO Berlin hat auch nie Scheu davor Menschen zu fragen, ob sie uns helfen können. Ich habe in meinen 15 Jahren – fünf Jahre Amerika, zehn Jahre in der ganzen Welt – sehr viele interessante Menschen getroffen. Immer nur kurz für meine Fotoaufträge. Aber mein großes Ziel war, irgendwann einen Ort zu schaffen, an den ich diese Menschen mal wieder einladen kann. Ich wusste, dass das nur an einem attraktiven Ort wie Berlin geht, und dass es das wichtigste ist ein Haus zu haben, wo sich die Menschen wohlfühlen und zu dem sie gerne kommen. Nicht nur, um von Bilder berührt zu werden, sondern ein Ort an dem man miteinander spricht und sich austauscht. Das kann ich hier im Amerika-Haus verwirklichen. Ein toller Ort in einer attraktiven Stadt. Partnerinstitutionen sind total in der Nähe.

BIM: Arbeiten Sie denn bereits mit anderen Institutionen im Umfeld zusammen?

Erfurt: Ja, wir haben bereits Gespräche geführt. Wir glauben daran, dass wir hier an diesem Ort eines der größten europäischen Zentren für Fotograf kreieren können. Der Austausch sowohl mit den Staatlichen Museen als auch mit der Helmut Newton Stiftung hat stattgefunden. Wir überlegen zum Beispiel, ob wir diesen Standort gemeinsam bewerben und wir über Kombitickets nachdenken. Der Senat hat uns bereits zugesagt, dass eine zusätzliche Fußgängerampel auf die Hardenbergstraße kommt.

BIM: Ihr Engagement im Bezirk ist schon vor der offiziellen Eröffnung sehr groß. Haben Sie das Gefühl Ihr Einfluss ist hier höher?

Erfurt: Ja. Wir freuen uns, dass es hier offene Ohren gibt. Angefangen beim Bezirksbürgermeister Naumann. Das haben wir in Mitte nie so erfahren. Wir fühlten uns dort nie so geschätzt oder aufgenommen. Wir fühlen uns auch verantwortlich für unsere Umgebung. Das Amerika-Haus liegt in einer recht rauen Gegend. Aber wir finden das gerade gut, dass zum Beispiel auch die Obdachlosenmission hier in der Nähe ist. Das Leben ist schwarz-weiß, es ist Kontrast zwischen Arm und Reich. Wir überlegen auch, wie wir mit der Obdachlosenmission zusammenarbeiten können. Aber wir haben gesagt, dass bis Ende Oktober unsere ganze Energie der Eröffnung gehört.

BIM: Am 12.12.2012 haben Sie den Vertrag mit der BIM unterzeichnet. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit seitdem?

Erfurt: Wir sind sehr glücklich, dass wir von Beginn an mit der BIM und allen beteiligten Architekten etwas ganz einfaches vereinbaren konnten, was aber in der Wirklichkeit immer so schwierig umzusetzen ist: Dass jeder miteinander redet. Wir haben open communication vereinbart – vom ersten Moment an. Das ist vielleicht auch das Geheimnis warum so viele Baustellen in der Stadt, aber auch in anderen Städten nicht funktionieren, weil viel zu viel für sich gearbeitet wird und Informationen zurückgehalten und gefiltert werden und dann erst zu einem Zeitpunkt x weitergegeben werden. Man verliert dadurch viel Zeit. Bei uns klappt das so hervorragend, weil wir es eben anders gemacht haben. Die einfache Regel befolgt. Daher können wir auch pünktlich eröffnen.

BIM: Nach welchen Kriterien haben Sie jetzt die Eröffnungsaustellungen ausgewählt?

Erfurt: Will McBride ist als einer der ersten 1958 hier ausgestellt worden. Wir zeigen seine Berlin-Bilder. Wir präsentieren als zweites eine große Ausstellung der Agentur Magnum mit dem Titel „Contact Sheets". Magnum deswegen, weil wir damals im Jahr 2000 mit einer Magnum-Ausstellung bei unserer Gründung begonnen haben – und so schließt sich der Kreis. Wir arbeiten wieder mit Magnum an dem Ort zusammen, wo wir jetzt dauerhaft bleiben werden.

BIM: Wo geht der Traum hin? Was ist Ihr großes Ziel für die nächsten Jahre?

Erfurt: Der Traum geht dahin, dass wir immer mehr selbst kuratierte Ausstellungen zeigen wollen, die wir dann von hier aus in die Welt wandern lassen. Wir werden immer auch Ausstellungen übernehmen, aber nur wenn wir auch Einfluss haben und zum Beispiel einen Berlin-Schwerpunkt setzen können. Aber der Traum geht dahin, dass wir so attraktive Ausstellungen haben, dass die Besucherzahlen die Stiftung finanzieren. Wir die richtige Mischung finden aus genügend Besucherzahlen, aber auch spannenden Themen. Daran werden wir arbeiten.

Wir danken Herrn Erfurt für das Interview.

js 

BIM GmbH

Ein Anliegen - drei Standorte - Vereinigung gewünscht


Zwar ist die Amerika-Gedenkbibliothek 60 geworden, aber sie ist damit keineswegs, wie man das gern bei einem Menschen sagt, in die Jahre gekommen. Wie an jedem Tag, strömten am 20. September 2014 Besucher jeglichen Alters und Ethnien ins Haus, um die frisch renovierten Räume zu bewundern oder um das zu tun, was sie sonst auch dorthin führt: Bücher lesen, ausleihen, recherchieren, arbeiten, CDs hören, am Computer surfen, Bilder ansehen oder ausleihen, Spiele spielen oder miteinander reden.

„Umbau fertig. Schön geworden. Schöner Denken“ mit diesen wenigen, aber alles ausdrückenden und im Haus gut sichtbar plakatierten Worten wurden die Geburtstagsgäste begrüßt. Ein besonderes Willkommen richtete Volker Heller, Managementdirektor der AGB, an den Gesandten Botschaftsrat der Vereinigten Staaten, Thomas S. Miller und die Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer. Er erinnerte an das Anliegen und die Großzügigkeit vieler amerikanischer Bürger, insbesondere den West-Berlinern für ihre Standfestigkeit während der sowjetischen Blockade 1948/49 mit der Errichtung einer Gedenkbibliothek zu danken. „Mit ihrem emanzipatorischen Ansatz der freien Zugänglichkeit von Medien für alle war die AGB bei ihrer Eröffnung die modernste Bibliothek Deutschlands. Gerade haben wir das Gebäude frisch renoviert, aber auch unsere Inhalte sind zeitgemäß. Die AGB steht für Bildungsgerechtigkeit in einer demokratischen Gesellschaft und ist ein multikultureller Ort.“

Thomas S. Miller wies darauf hin, dass die mit dem deutsch-amerikanischen Projekt verbundene Symbolkraft von 1954 bis heute Bestand hat und er sich freue, der Bibliothek einen Geburtstagscheck in Höhe von 25.000 US-Dollar für neue Programm- und Dienstleistungen überreichen zu können.

Bevor die Geburtstagstorte angeschnitten wurde, hielt Volker Heller fest, dass dem 2012 gestellten Kofinanzierungsantrag von eigenem Investitionszuschuss, den Mitteln der BIM und dem Bemühen um einen EFRE-Förderplan zugestimmt und damit die Möglichkeit geschaffen wurde, einen nicht offenen Architekturwettbewerb auszuloben. Den Zuschlag erhielt „F29 Architekten“ aus Dresden.

Für Heike Weber vom Baumanagement der BIM, die den von der ZLB (Zentral- und Landesbibliothek) initiierten Architektenwettbewerbs-Prozess bis zur Auslobung des Siegers begleitete, war das eine neue und interessante Erfahrung. „Die von namhaften nationalen und internationalen Architekten eingereichten Entwürfe erstreckten sich auch auf Materialien, Farben und Möbelvarianten und ergaben so einen neuen Blickwinkel auf die Baumaßnahme. Denn in der Regel werden durch die BIM innenraumgestalterische Maßnahmen nicht durchgeführt.“

ZLB und BIM vereinte eine klare Aufgabenteilung. Die ZLB zeichnete für die innenräumliche Ausstattung verantwortlich. Darin enthalten waren der Empfangstresen, die Arbeitstische und Sitzgruppen, die Bücherregale und Computertechnik. „Die BIM sorgte für neue Fußbodenbeläge, Sanierung der WC-Bereiche, technische Maßnahmen zur Sicherstellung der Strom- und Netzwerkversorgung, Malerarbeiten, Einrichtung einer Cafeteria und übernahm die Umzugslogistik.“
Die an BIM und ZLB gleichermaßen gerichteten Anforderungen waren hoch. Bei laufendem Bibliotheksbetrieb ergaben sich nicht nur Mehrfachumzüge, sondern auch eine temporäre Neuordnung der verschiedenen Medienbestände. Staubschutzwände, ein provisorisches Leit- und Informationssystem waren notwendig, um den Freihandbestand von Bauabschnitt zu Bauabschnitt sichern zu können.

Für das von Annette Lolies vertretene Property Management begannen die ersten in drei Bauabschnitten in Angriff genommenen Umzüge im November 2013 und endeten im Juli 2014 mit dem letzten Transport: einem Flügel. „Davor waren 1.700 Regale, zwei Klaviere, 9.000 lfd. Meter Medien, darunter Bücher, 1.300 Zeitungen und Zeitschriften, 4.000 CDs, 1.000 Bilder aus der Arthotek zu bewegen bzw. zu sichern. Aber immer nur so, dass wenigstens ein Minimum für die Besucher zur Verfügung blieb."

Was nun entstanden ist, überzeugt. Der Fußboden ist neu, die Räume sind heller, die Regale sind zum Teil erneuert, das Leitsystem ist übersichtlich und benutzerfreundlich. Das ehemalige Auditorium der AGB ist jetzt ein Salon mit schönen loungeartigen und zudem mobilen Sitzgelegenheiten in zarten Pastelltönen. Wer dort Platz nimmt, kann in Fachzeitschriften blättern oder die angrenzende Arthotek in den neuen, funktionalen Schieberegalen in Augenschein nehmen. Ein kleines Café verbindet den Salon mit der Lesehalle. Seit dem 1. September sind sogar die Öffnungszeiten verlängert.

Der engagierten Zusammenarbeit zwischen der BIM und den Mitarbeitern der ZLB, vertreten durch Dr. Jonas Fansa und Martina Grün, den Planern, den Bau- und Umzugsfirmen und nicht zuletzt dem geduldigen Bibliothekspersonal und den Nutzern ist es zu danken, dass nicht nur der Zeitrahmen, sondern sogar der Kostenrahmen – selten genug in heutiger Zeit – eingehalten werden konnte.

Volker Heller, der allen Beteiligten ausdrücklich und namentlich dankte, sagte abschließend: „Hier bieten wir analoge und digitale Medien an, stellen Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung, probieren zum Beispiel mit dem ‚Themenraum‘ neue Bibliotheksformen aus, mit denen wir die qualifizierte Meinungsbildung unterstützen. Zwar fehlt Platz an allen Ecken und Enden, aber obwohl die AGB überfüllt und eng ist, lieben die Berlinerinnen und Berliner diesen Ort und nutzen ihn intensiv.“

Noch ist ungewiss, wann und wo die Zentral- und Landesbibliothek mit der Amerika-Gedenkbibliothek, der Berliner Stadtbibliothek und dem Magazin am Westhafen ein gemeinsames Haus haben werden, was aber nicht ausschließen sollte, sich darüber Gedanken zu machen.

be

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Große Freude in der Halle

Wenn der Berliner „Tagesspiegel“ seinen Bericht über die Wiedereröffnung des Konzerthauses am Gendarmenmarkt mit „Teure Halle“ überschreibt, geschieht das vermutlich in Anlehnung an Richard Wagners Oper „Tannhäuser“. „Dich, teure Halle, grüss ich wieder, froh grüss ich dich geliebter Raum!“ heißt es beim Sängerkrieg auf der Wartburg. Froh ist auch die Festivalgemeinde von Young Euro Classic, die ihren Fans im Newsletter mitteilt: „Im nächsten Jahr sind wir wieder in unserem geliebten ‚Stammhaus‘.“ Die jungen, internationalen Ensembles nutzen das Haus normalerweise in der spielfreien Zeit im August und mußten nun auf verschiedene Orte in der Stadt ausweichen.

Das Konzerthaus, 2009 der BIM übertragen, blieb für drei Monate im Sommer 2014 geschlossen, weil die Bühnenanlage erneuert und auf den neuesten technischen Stand gebracht wurde. Acht Planungsbüros und 14 Firmen waren daran beteiligt, um – zur großen Freude aller - termin- und budgetgerecht den Spielbetrieb im Oktober mit einem festlichen Konzert wieder eröffnen zu können.

Tilo Berlin vom Baumanagement, der das Vorhaben begleitete, hält fest: „Bei der Planung und Ausführung, ermöglicht durch Mittel aus dem europäischen Fördertopf sowie Mitteln der BIM, mußten die aktuellen Anforderungen in Bezug auf die Transportlogistik und den Orchesteraufbau beachtet werden. Die nun deutlich energieeffizientere Anlage lässt sich jetzt auf Saalebene fahren und bewirkt, dass der Saal auch für andere Veranstaltungen genutzt werden kann. Die neue Bühne besteht aus 34 Podestebenen auf einer Fläche von rund 220 m². Requisiten für Veranstaltungen lassen sich zudem schneller und leiser auf- und abbauen.“

Das Konzerthaus, 1776 als Komödienhaus konzipiert, 1786 in Königliches Nationaltheater umbenannt, 1817 durch einen Brand zerstört, mehrfach umgebaut und im April 1945 in Schutt und Asche gelegt, hat viel erlebt. Sechs der bedeutendsten Architekten, unter ihnen Karl Friedrich Schinkel, waren mit dem Gebäude betraut, bevor es in den Jahren 1979 bis 1984 in heutiger Form wiedererstand. Am 1. Oktober 1984 fand die feierliche Eröffnung mit einem Konzert des Berliner Sinfonie Orchesters unter dem damaligen Dirigenten Kurt Sanderling statt, und das Haus erhielt seinen heutigen Namen: „Konzerthaus Berlin“.

Die neue Bühnenanlage im Großen Saal wurde am 10. Oktober 2014 durch den Intendanten Sebastian Nordmann einem geladenen Publikum in Anwesenheit des Kulturstaatssekretärs Tim Renner vorgestellt. Zusammen mit dem Konzerthausorchester boten der russische Dirigent Andrey Boreyko und sein Landsmann, der Pianist Arcadi Volodos, mit Tschaikowsky und Schostakowitsch einen stürmisch gefeierten Abend.

be

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Das Projekt VAK - Turmstraße 86




Die Verwaltungsakademie Berlin (VAkK), Anstalt des öffentlichen Rechts, war vor ihrem Umzug nach Moabit auf dem Gelände des Bildungs- und Verwaltungszentrums Alt-Friedrichsfelde 60 in Berlin-Lichtenberg untergebracht. Nach zehn Jahren in Lichtenberg sollte für die Verwaltungsakademie ein neuer Standort gefunden werden. Als geeignet erwies sich eine Immobilie in der Turmstraße 86 in Berlin-Moabit.

Oliver Kurtzrock aus dem Bereich Baumanagement äußert sich rückblickend: „Das Projekt barg einige Herausforderungen. In der Planung gab es viel Klärungsbedarf mit der Denkmalpflege. Es ging unter anderem um die Aufzüge und die Farbgestaltung. Wolfgang Schyrocki, der neue Direktor der VAk, wollte selbstverständlich auch einige seiner Ideen in die Planung einfließen lassen. Während der Bauphase verschwand die Trockenbaufirma im wahrsten Sinne des Wortes spurlos von der Bildfläche. Hinzu kamen unerwartete Schadstoffe im Flur, Hausschwamm und Pilzbefall in den Holzdecken, statische Probleme und ein schwieriger Rohbauunternehmer. Alles natürlich bei einer bereits sehr sportlichen Bauzeit von nur rund einem Jahr. Durch die vorausschauende Bauleitung und die Firmen hat am Ende doch alles funktioniert. Nicht zuletzt auch durch die große Unterstützung des Nutzers.“

Die Sanierungskosten für das ehemalige Schulgebäude beliefen sich auf rund 3,6 Mio. EUR. Mitte August zog die Verwaltungsakademie Berlin an den neuen Standort in die Turmstraße 86. 1.000 Schulungsplätze, 55 Arbeitsplätze und 8 Archive wurden seit Umzugsbeginn von Alt-Friedrichsfelde umgezogen. Der Unterrichtsbeginn fand pünktlich am 25. August 2014 statt. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der VAk zeigten sich in den ersten Tagen bereits begeistert von den hellen Räumlichkeiten, dem neu gestalteten Eingangsbereich und der Gartenkonzeption.

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Redaktionsteam:

Katja Cwejn (cwe), Kristina Behnke (be), Liz Etting (le), Johanna Steinke (js)

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