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Ausgabe: 1/2015
BIM GmbH

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Meldung in eigener Sache: Seit dem 1. März 2015 sind BIM und Liegenschaftsfonds GmbH & Co.KG ein Unternehmen. Unter dem Namen BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH ist die Gesellschaft künftig im Auftrag des Landes Berlin für Vermietung, Bewirtschaftung und Verkauf von insgesamt ca. 4.500 landeseigenen Immobilien verantwortlich.

Es kommt zusammen, was zusammen gehört – die Entscheidung, die Bewirtschaftung und Vermarktung von Immobilien des Landes in eine Hand zu geben, folgt dem Konzept der Transparenten Liegenschaftspolitik Berlins. Mit der Zusammenführung setzt die BIM die Immobilienkompetenz beider Unternehmen künftig gebündelt für stadtentwicklungs-, wirtschafts-, wohnungs- und kulturpolitische Belange Berlins ein und sichert Grundstücke für den Eigenbedarf der wachsenden Stadt.

So bleiben wir - wie gewohnt - Ihr Ansprechpartner in Sachen Immobilien im Land Berlin, vertreten an drei Standorten: dem Hauptsitz in der Keibelstraße 36 in Berlin-Mitte, dem benachbarten Dienstgebäude Parochialstraße 1-3 sowie in den Räumen des ehemaligen Liegenschaftsfonds in der Warschauer Straße 41/42 in Berlin-Kreuzberg.

Was Sie sonst noch über die BIM wissen sollten - darüber halten wir Sie weiterhin mit unseren BIM News auf dem Laufenden. 

Viel Spaß beim Lesen wünschen

Sven Lemiss                                   Birgit Möhring
Geschäftsführer                             Geschäftsführerin

BIM GmbH

Compliance bei der BIM: Pflicht oder Kür?


Was versteckt sich hinter dem Begriff Compliance bei der BIM? Und vor allem: wer? Der Compliance-Beauftragte Paul Linnemann und Dr. Stefanie Lejeune, Ombudsfrau der BIM seit 2010, stellen sich und ihre Aufgaben bei der BIM im Interview vor.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Compliance“?

Paul Linnenmann: Compliance beschreibt einerseits die Bereitschaft zur Regeltreue und andererseits ein unternehmensspezifisches Regelwerk, das die Einhaltung sämtlicher allgemeingültiger Gesetze, Normen und ethischen Verpflichtungen gewährleistet.

Seit wann ist Compliance bei der BIM ein Thema?

Paul Linnemann: Compliance war von Beginn an ein Thema der BIM, auch wenn der Begriff erst 2013 mit der erfolgreichen Zertifizierung des Compliance-Management-Systems (kurz: CMS) eingeführt wurde. Das unternehmensinterne CMS sorgt dafür, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Recht und Gesetz halten und beugt so einer möglichen Korruption vor. Einem „Verhaltenskodex gegen Korruption“ hat sich die BIM schon vor vielen Jahren verschrieben sowie eine Ombudsperson für das Unternehmen berufen.

Was hat es mit der Zertifizierung des CMS auf sich? Wie ist das Unternehmen dabei vorgegangen?

Paul Linnemann: Die BIM hat das CMS sinnvollerweise parallel zur Qualitätsmanagement-Zertifizierung (DIN ISO 9001) im Jahre 2013 implementiert. In gesonderten Audits wurde das CMS durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen bewertet und erfolgreich zertifiziert. Dafür hat eine Anwaltskanzlei im Vorfeld die prozessbezogenen Compliance-Risiken erfasst und bewertet.

Wo sehen Sie Besonderheiten für die BIM im Bereich Compliance? Wie unterscheiden sich ggf. die Ziele von denen in der klassischen „Privatwirtschaft“?

Dr. Stefanie Lejeune: Als landeseigenes Unternehmen fühlt sich die BIM der Regeltreue besonders verpflichtet ohne dass es eines äußeren Anstoßes bedurft hätte. Mit der Wahrnehmung staatlicher Aufgaben ist die Beachtung sehr komplexer Regelwerke und Gesetze, wie etwa des öffentlichen Vergaberechts oder des Berliner Corporate Governance Kodex`, untrennbar verbunden. Gleichzeitig dürfen dabei die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens nicht aus dem Blick geraten.

Welchen Einfluss hat die Unternehmenskultur auf regelkonformes Verhalten bzw. „gelebte Compliance“?

Paul Linnemann: Compliance verfolgt keinen Selbstzweck, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen in die Lage versetzt werden, die richtigen – weil mit dem Leitbild des Unternehmens im Einklang stehenden – Entscheidungen treffen zu können. Dies kann nur in einer Fehler verzeihenden Unternehmenskultur gelingen, die von einer stetigen, offenen Kommunikation geprägt ist.

Wie könnte man die Zusammenarbeit bzw. Trennung der Rollen „Compliance-Beauftrager und“ „Ombudsperson“ beschreiben?

Dr. Stefanie Lejeune: Während der Compliance-Beauftragte in allen Compliance-relevanten Fragestellungen Ansprechpartner für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BIM und für die Wirksamkeit des CMS verantwortlich ist, nimmt die externe Ombudsperson Compliance-relevante Hinweise von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten entgegen. Kontaktperson im Unternehmen für die externe Ombudsperson ist der Compliance-Beauftragte. Mit ihm werden eingehende Hinweise – unter Wahrung des Anonymitätsschutzes – erörtert und das weitere Vorgehen abgestimmt. Darüber hinaus findet zwischen beiden ein regelmäßiger Informationsaustausch statt.

Können Sie uns einige Beispiele aus der BIM-Praxis nennen? Welche Themen beschäftigen Sie?

Paul Linnemann: Ich habe z.B. einen Sponsoring-Leitfaden entwickelt und berate bei entsprechenden Anfragen. Immer wieder kommen auch Fragen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Interpretation des Verhaltenskodex gegen Korruption. Die Fachbereiche unterstütze ich beim Management von Gesetzen und Richtlinien, außerdem bin ich gerade dabei, die Darstellung der internen Regelungen und Dienstanweisungen übersichtlich zu gestalten. Gerade jetzt gilt es auch, die Regelungen der BIM und des ehemaligen Liegenschaftsfonds zu harmonisieren.

Welche Qualifikation benötigt man als Compliance-Beauftragter?

Paul Linnemann: Sie brauchen, außer einer gewissen Menschenkenntnis, ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten sowie Fingerspitzengefühl und Überzeugungskraft, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die eigenen Ziele zu gewinnen. Zudem benötigt man stets einen guten Überblick über das operative Geschäft und die von der Unternehmensführung angestrebten Ziele. Die Möglichkeit, auf die im Rahmen des QM beschriebenen Prozesse zurückgreifen zu können, ist dabei sehr hilfreich.

Als HR-Manager im Bereich Personal haben Sie eine Doppelfunktion inne. Welche Schnittstellen haben die Themen Personal und Compliance?

Paul Linnemann: Der Bereich Personal hat wie jeder andere Fachbereich auch zahlreiche Gesetze und Regeln einzuhalten: Datenschutz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Scheinselbstständigkeit, betriebliche Mitbestimmung usw. Oftmals sind wir in der Rolle des „internen Beraters“ und haben so einen erheblichen Einfluss darauf, wie das Unternehmen intern wahrgenommen wird. Außerdem haben viele Dienstleistungen des Bereichs Personal Compliance-Themen im Fokus, wie z. B. die Unterstützung der Fachbereiche bei der Erhebung und Umsetzung des Weiterbildungsbedarfs.

Was sind für Sie die entscheidenden Faktoren einer gelebten Compliance?

Dr. Stefanie Lejeune: Der sogenannte „tone at the top“, das Verhalten der Geschäftsleitung und der Führungskräfte ist für die Akzeptanz der getroffenen Maßnahmen entscheidend. Ein vernünftiges Miteinander – Mitarbeiter, die sich im Unternehmen wohl fühlen, werden ihre persönliche Einstellung zu Compliance auf andere übertragen.

Vielen Dank für das Gespräch.

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Unkompliziert helfen – oder handeln statt diskutieren


Noch immer bestimmen die Bilder von Flüchtlingen – Männern, Frauen und Kindern – die vor Kriegen aus ihren Heimatländern fliehen, Zeitungen und Fernsehen in Deutschland. Vielerorts wird über den Umgang und die Unterbringung diskutiert und gestritten – von der kleinen bis zur großen Politik.

Kurz vor Weihnachten konnten die unzähligen Sachspenden verteilt werden.

Dass es auch ohne große Debatten geht, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ehemaligen Liegenschaftsfonds Berlin und der BIM bewiesen. Noch vor der eigentlichen Zusammenlegung der Unternehmen, aber mit einem gemeinsamen Ziel, starteten die Mitarbeiter vor Weihnachten eine Sammelaktion und führten das ganze bei ihrem Neujahrstreffen Anfang des Jahres noch weiter. Bedacht wurden zu einem das Flüchtlingsheim am Kirchhainer Damm und die Notunterkunft in der Straßburger Straße. Beide Unterkünfte befinden sich im Portfolio der BIM.

Gesammelt wurde unter den Kolleginnen und Kollegen alles, um die Zimmer und Gemeinschaftsräume in den Asylbewerberheimen wohnlicher zu gestalten, z.B. Einrichtungs- oder Haushaltsgegenstände, Wäsche und Bekleidung, Kindersachen und Spielzeug oder Werkzeug – alles konnte helfen. Am Kirchhainer Damm sind rund 80 Personen untergebracht. In der Straßburger Straße sogar mehr als 200. Sie stammen aus Ägypten, Albanien, Bosnien, Pakistan, Serbien, Somalia, Syrien, Turkmenistan und der Ukraine. Fast die Hälfte der Bewohner sind Kinder.

Eine Tombola beim Neujahrstreffen der Mitarbeiter brachte auch noch einmal ein stattliches Sümmchen, für das nun weitere Sachspenden gekauft werden.

Die positive Resonanz unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war groß und zeigte, dass es nicht immer erst einer tiefgehenden Diskussion bedarf, um Menschen in Not unkompliziert zu helfen.



Zwei Mitarbeiter der BIM (v.l.) überreichen die Spende an den Verein „Kontakte schaffen Leben e.V.“

Ein Teil des Tombolaerlöses ging zusätzlich an „Kontakte schaffen Leben e.V.“ Den kleinen gemeinnützigen Verein hatten wir im letzten Jahr beim Fußballturnier der Senatsverwaltung für Finanzen kennengelernt und schätzen die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter sehr. Sie schaffen mit ihrem Verein eine Begegnungsstätte für Menschen, die woanders nicht hineinpassen, wie sie selber auf ihrer Webseite schreiben. Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen oder Menschen, die sich einfach nur allein und isoliert fühlen. Es geht ihnen darum, sich nicht einem Verband unterordnen zu müssen, der sich nur an Menschen mit einem ganz bestimmten Handicap richtet. In einer kleinen Erdgeschosswohnung in Charlottenburg betreiben sie ihren Verein. An festen Tagen in der Woche ist hier jeder Willkommen. Es wird gemeinsam gekocht, Ausflüge werden geplant oder es wird einfach nur geredet, denn „Kontakte sind die Grundlage für ein erfülltes Leben.“ 

mm/js

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Wider den Salongeist


100 Jahre Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

30. Dezember 1914. Dr. Bruno Wille (1860-1928), Prediger, Philosoph, Journalist und Schriftsteller im Programmheft der Volksbühne zur Eröffnungsvorstellung am 30. Dezember 1914: „Es geschehen noch Zeichen und Wunder….überdies in einem Stadtteil, wo keineswegs die Begüterten wohnen, wird ein neues Theater eröffnet, vielleicht das größte und schönste in Groß-Berlin…Keine Gruppe von Kapitalisten hat [das] unternommen, sondern das Volks selbst, und sein Betrieb ist nicht darauf gerichtet, Geschäftsgewinne zu verteilen, sondern dient vielmehr völlig dem Gemeinwohl, der geistigen Kultur, ein Werk und Werkzeug des Idealismus, bei dem kein persönlicher Eigennutz beteiligt ist. Die Volksbühne, dies neue Theater, soll und wird täglich etwa zweitausend Menschen zu echtem Kunsterlebnis erheben und bedeutsam ist dabei der Umstand, dass ihnen ihre wirtschaftlichen Verhältnisse … nicht gestatten würden, zehnmal jährlich ein gutes Theater, dazu noch andere Kunstdarbietungen zu genießen.“ Aus diesem Anliegen formte sich eine Organisation, deren Mitglieder zu einheitlichen Preisen die Aufführungen besuchen und im Losverfahren ihre Eintrittskarten erhalten konnten.                                                                                          Foto: Thomas Aurin

24. Februar 1948: „Befehl des Garnisonschefs und Militärkommandanten des Sowjetischen Okkupationssektors der Stadt Berlin. Indem ich den Bitten des FDGB entgegenkomme, zwecks Wiederherstellung des Theatergebäudes Volksbühne befehle ich: 1) dem Oberbürgermeister der Stadt Berlin, spätestens zum 1. März 1948 mit [den] Reparatur-Wiederherstellungsarbeiten am Theatergebäude Volksbühne … zu beginnen. Die Sicherstellung des Baus hat durch zur Verfügungstellung der erforderlichen Geldmittel, Baumaterialien und Arbeitskräfte zu erfolgen. Der Garnisonschef und Militärkommandanten des Sowjetischen Okkupationssektors der Stadt Berlin Generalmajor gez. A. Kotikow, Stabschef der Verwaltung des Militärkommandanten des Sowjetischen Okkupationssektors der Stadt Berlin Gardeoberleutnant Gez. Morosow.“1954 stand das Gebäude, und der Befehl war somit befolgt. 40 Jahre liegen zwischen den Theaterpremieren 1914 und 1954. Die eine fand drei Monate nach Beginn des I. Weltkrieges statt, die andere neun Jahre nach Beendigung des II. Weltkrieges. 

Wenn Wille darauf hinweist, dass der Stadtteil der Volksbühne „…keineswegs der der Begüterten“ ist, dann ist das eine taktvolle Umschreibung der Wirklichkeit. Dort, wo heute der Bau ein markanter Endpunkt der Rosa-Luxemburg-Straße ist, befand sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts das sogenannte Scheunenviertel. Der heute für jedes Gebäude vorgeschriebene Brandschutz ist keine Erfindung unserer Zeit. Denn bereits 1672 gab es eine Feuerschutzordnung, die besagte, dass leicht brennbare Materialien wie Getreide und Stroh außerhalb der Stadtmauern in Scheunen zu lagern waren. Die Stadtmauer erstreckte sich ungefähr bis zum heutigen Rosa-Luxemburg-Platz, an deren Rändern Quartiere für die Ärmsten der Armen entstanden waren. Meist betraf das Juden aus Galizien, die vor den Progromen in Russland und Polen nach Berlin geflohen waren, eigentlich weiter wollten – möglichst nach Amerika – aber dann doch nicht weiter kamen. Ende des 19. Jahrhunderts explodierte die Bevölkerungszahl Berlins, die Bautätigkeit nahm rasant zu und die Elendsquartiere in dem als Spandauer Vorstadt bezeichneten Viertel wurden abgerissen. Die Stadtplanung, insbesondere die angedachte Führung der Kaiser-Wilhelm-, heute Karl-Liebknecht-Straße, geriet ins Stocken, so dass ein Platz bis 1913 leer blieb. Das war der Babelsberger Platz, aus dem von 1910 bis 1933 der Bülowplatz wurde, der dann Horst-Wessel-Platz hieß, von 1945-1947 Liebknechtplatz, daraus wurde Luxemburgplatz, und seit 1969 ist es der Rosa-Luxemburg-Platz, der dem Theater zu seiner markanten Sichtachse verhalf.

Die Stadt Berlin stellte dem Verein des „Verbandes der Freien Volksbühne“, der sich nach internen Auseinandersetzungen zweier Bewegungen gebildet hatte, ein Gelände von über 4.000 Quadratmetern zu günstigen Bedingungen für den Theaterbau zur Verfügung. Der aus Ungarn stammende Architekt Oskar Kaufmann (1873-1956), der durch das Charlottenburger Renaissance- und das Kreuzberger Hebbel-Theater bekannt geworden war, wurde mit dem Entwurf betraut. Es entstand ein der Moderne verpflichtetes Theater, das Zweckmäßigkeit, Wärme und Intimität in sich vereinte. Aus schwarzer Birne, indischer Zitrone, Mahagoni und gemaserter Kiefer bestand die Wandtäfelung des Zuschauerraums und Foyers. Wie noch heute im Hebbel- und Renaissance-Theater erkennbar, vollendeten schmückende Intarsien den besonderen Eindruck. Der mit allen technischen Raffinessen ausgestattete Bau, für 2.000 Besucher konzipiert, kostete 4,5 Millionen Reichsmark. [...]

Foto: Thomas Aurin

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Bogensee


Dem Areal mit der Adresse Platz der Freundschaft 1 in Bogensee eine wechselhafte Geschichte zuzuschreiben, ist milde untertrieben. Einst vom Reichsrat Wilhelm von Redern an das Land Berlin verkauft, wurde das idyllisch am Bogensee errichtete Gut 1936 zum Landsitz für Joseph Goebbels und ab 1946 zur Jugendhochschule der Freien Deutschen Jugend (FDJ).

Rund 40 km nördlich des Berliner Stadtzentrums, unweit von Wandlitz, liegt Bogensee umgeben von altehrwürdigen Kiefern und Buchen am südlichen Rand der Schorfheide. Man kann das Grundstück, das sich im Besitz des Landes Berlin befindet und von der BIM verwaltet wird, aufgrund seiner Lage, seiner Ausmaße und seiner Historie getrost als einmalig bezeichnen.

Die Handvoll Bauten auf dem Gelände – die meisten unter Denkmalschutz stehend – sind zeitgeschichtliche Zeugnisse: Der ehemalige Landsitz von Joseph Goebbels mit Wohnhaus, Gästehaus und Wirtschaftsgebäude entstand Ende der 1930er Jahre. Das ursprüngliche, teilweise aus Holz errichtete Blockhaus entsprach nicht mehr den Bedürfnissen des damaligen Reichspropagandaministers.

Nach dem Krieg übernimmt im April 1946 die Freie Deutsche Jugend den Landhauskomplex als „Zentraljugendschule der Freien Deutschen Jugend, Waldhof am Bogensee“, so die offizielle Bezeichnung in der Anfangszeit. Bald reichten die zur Verfügung stehenden Räume nicht mehr aus, und so wurde nordwestlich des ehemaligen „Waldhofs am Bogensee“ der Wald großflächig gerodet. Im September 1951 war Baubeginn für das markante städtebauliche Ensemble der Jugendhochschule am Bogensee. Es entstanden in den folgenden fünf Jahren die Neubauten für eine räumlich klar definierte Campusanlage im stalinistischen Stil – ein geometrisch angeordneter Gebäudekomplex mit dem zentral auf einem kleinen Hügel gelegenen, alles überragenden Lektionsgebäude, Hörerwohnhäusern und dem Gemeinschaftshaus.


Die Bauarbeiten finden im Jahr 1955 mit der Einweihung des Kultur- oder Gemeinschaftshauses an der südwestlichen Schmalseite des Campus ihr vorläufiges Ende. Darin befinden sich ein zweigeschossiger Speisesaal, Klubräume, Musik- und Spielzimmer. Dieses Gebäude wird als „Zentrum der Freizeit und der fröhlichen Feste“ bezeichnet.

Ein in den 80er Jahren errichteter Plattenbau komplettiert die Campusanlage und schließt die Bautätigkeit ab. Nach der Wende wird die Jugendhochschule Ende 1990 aufgelöst. Von 1991 bis 1999 nutzt der gemeinnützige „Internationale Bund für Sozialarbeit“ das Gelände. Seitdem stehen die Gebäude leer und für das Grundstück wird ein neuer Nutzer gesucht. Doch die Vermarktung des Areals ist schwierig, weil hohe Investitionen erforderlich sind, nicht zuletzt wegen des Denkmalschutzes. Klar ist auch, dass Bogensee mit dem nötigen Fingerspitzengefühl behandelt werden muss. Potenzielle Nutzungskonzepte werden deshalb sorgsam unter die Lupe genommen.

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BIM spendet 555 Bäume für Berlin


Portrait

Wenn von 27.-29. April 2015 die Berliner Energietage stattfinden, dann nicht ohne ein Zeichen für den Klimaschutz. Unter dem Motto „Mehr Stammkapital für den Klimaschutz“ sammeln die Veranstalter gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz Berlin und den Berliner Forsten Spenden für den „Berliner Energietagewald“.

Die BIM spendet mit und ermöglicht so die Pflanzung von 555 neuen Bäumen in Berlin. Eigentlich ist der Eintritt zu den Veranstaltungen der Berliner Energietage kostenlos. Stattdessen sollen die Berliner Wälder bereichert und Geld für neue Bäume gesammelt werden. In den Augen des Veranstalters EUMB Pöschk nur fair, denn die Berliner Energietage verursachen auch Emissionen, etwa durch Anreise und Fahrtwege der Besucher.

Ziel ist es, insgesamt 20.000 Bäume zu pflanzen. Die Spenden gehen direkt an die Stiftung Naturschutz, die die Aktion koordiniert und die Gelder den Berliner Forsten für zusätzliche oder vorgezogene Pflanzungen bereitstellt, die in 2015 und 2016 umgesetzt werden.

Bei Redaktionsschluss waren es 6.960 Bäume.

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Veranstaltungshinweise


An dieser Stelle möchten wir Sie auf zwei große Veranstaltungen in den kommenden Wochen hinweisen.

Justizvollzugsanstalt des offenen Vollzuges Berlin

Tag der offenen Tür am Freitag, dem 08. Mai 2015, 12 bis 17 Uhr

Kiefheider Weg 72, 13503 Berlin

Interessierte Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit zwischen 12 bis 17 Uhr die Teilanstalt Kieferheider Weg zu besichtigen. Zudem können in der Gärtnerei Pflanzen für Balkon und Garten erworben werden. Auch Produkte aus anderen Berliner Vollzugsanstalten werden an diesem Tag zum Kauf angeboten. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Kriminalgericht Moabit

Tag der offenen Tür am Samstag, dem 13. Juni 2015, 10 bis 16 Uhr

Turmstraße 91, 10559 Berlin

Ein Tag an dem man gerne zu Gast im Kriminalgericht ist. Zwischen 10 bis 16 Uhr öffnet das Gericht seine Türen. Für die Besucherinnen und Besucher wird die Arbeit im Kriminalgericht in vielfältiger Art und Weise veranschaulicht. Neben Hausführungen und nachgestellten Gerichtsverhandlungen wird ein abwechslungsreiches Programm angeboten, bei denen auch Berufsgruppen, Institutionen und Organisationen rund um die Strafgerichtsbarkeit mit einbezogen werden.

Die BIM wird auch mit einem Stand vor Ort sein und aufzeigen, was sich baulich in den letzten Jahren im Kriminalgericht getan hat.

 
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Redaktionsteam:

Katja Cwejn (cwe), Kristina Behnke (be), Liz Etting (le), Johanna Steinke (js), Marlies Masche (mm)

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